Neue Wege der Elternbildung

Digitale (Bildschirm-) Medien (Smartphone, Tablet, Laptop, PC, TV, Spielkonsolen) prägen zunehmend den Alltag, Familien sind hier nicht ausgenommen. Selbst wenn mobile Technologien lediglich sichtbar am Tisch liegen und gerade nicht benutzt werden, kann die Qualität einer Face-to-face-Interaktion beeinflusst werden.

Eltern wollen das Beste für ihr Kind, denken oft, ein ruhiges Kind ist automatisch ein glückliches. Dabei tappen sie rasch in die Medienfalle: Sie benutzen das Handy als Belohnung, überbrücken Wartezeiten oder stellen das Kind ruhig. 40 Prozent der Zwei- bis Dreijährigen können selbstständig ein Handyspiel bedienen, 50 Prozent finden allein den Weg zu YouTube und 44 Prozent der Fünf- bis Sechsjährigen können zwar einen Touchscreen perfekt bedienen, aber nicht selbstständig mit Besteck essen, sich die Schuhe binden oder sich allein an- und ausziehen.

Wir entwickeln ein „Print and Play Game“, das neue Wege in der Erwachsenenbildung eröffnet. Dabei handelt es sich um ein analoges Spiel mit Illustrationen ohne Schrift, das die Erreichbarkeit jener Erwachsenen fördert, die bisher nur schwer oder gar nicht durch herkömmliche Angebote erreicht werden konnten.

Ziel ist es, eine neue, innovative Methode zu schaffen, die die Vermittlung von Suchtprävention und die Ansprache möglichst vieler Familien, insbesondere im Kindergartenalter, erleichtert.

Ein zentraler Fokus liegt auf Familien mit sozialen, kulturellen oder schichtbezogenen Herausforderungen, bei denen Risikosituationen besonders ausgeprägt sind. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Erwachsene oft noch mehr an grundlegenden, niedrigschwelligen Angeboten interessiert sind. Kooperationspartner*innen unterstützen den Prozess, indem sie das Spiel in verschiedenen Sprachen vorstellen, in der Praxis testen und Familien, die wenig Zugang zu herkömmlichen Elternbildungsangeboten haben, gezielt ansprechen. So wird sichergestellt, dass das Spiel den Bedürfnissen der Familien entspricht und möglichst viele erreicht werden.

Das Projekt "Neue Wege der Elternbildung" wird als Kooperationsprojekt vom Institut Suchtprävention der pro mente OÖ und der Universität Wien, Zentrum für Lehrer*innenbildung umgesetzt.

 

 

Projektzeitraum01/2026 - 12/2027
FörderungFonds Gesundes Österreich
Websitein Arbeit

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Kooperationspartner*innen

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Mirjam Duvivié