Mag. Edna Imamović-Topčić

Der Bildungsübergang nach der Sekundarstufe I aus der Perspektive migrationsbedingt mehrsprachiger Schüler*innen im urbanen Raum Österreichs

Betreuung: Eva Vetter
Zeitraum: 2017-
Kontakt: edna.imamovic@univie.ac.at
Mitarbeiterin der Sprachlehr- und -lernforschung

In den letzten Jahrzehnten hat durch den „subjective turn“ die Erforschung der Sprecher_innen-Perspektive allgemein an Bedeutung gewonnen. Die Grundannahme des Dissertationsvorhabens baut auf dieser Perspektive auf und besteht darin, dass auch das Verwenden und Erlernen von Sprachen in der Schule keinen neutralen Akt darstellt, sondern u.a. verwoben ist mit emotionalem Erleben (vgl. Kramsch 2009) und (sprachenbezogenen) Machtverhältnissen. Ausgehend von dieser theoretischen Basis werden Übergangsphasen nach der Sekundarstufe I bei migrationsbedingt mehrsprachigen Jugendlichen in den Blick genommen, indem beispielsweise die Wechselwirkung zwischen Identitätskonstruktionen in Narrationen (vgl. Lucius-Hoene/Deppermann 2004: 49) und erlebten sprachenbezogenen Positionierungsangeboten an Schulen, die die Proband_innen besuchen/besucht haben, ethnographisch erforscht. Ziel des Projektes ist es unter anderem, den konstruierten Selbstkonzepten von Schüler_innen am Bildungsübergang in Zusammenhang mit ihrer (migrationsbedingten) Mehrsprachigkeit näherzukommen – in einer Phase, in der oft wichtige Bildungsentscheidungen getroffen werden.