Das ERASMUS+ Blended Intensive Programme „Mehrsprachigkeit in urbanen Bildungskontexten" fand im Juni 2026 statt und brachte 21 Lehramtsstudierende sowie vier Lehrende aus der Adam Mickiewicz Universität (Polen), der Masaryk Universität (Tschechien), der Universität Trier (Deutschland) und der Universität Wien (Host) zusammen. Das Programm kombinierte virtuelle Einführung mit einer intensiven fünftägigen Präsenzphase in Wien.
Programmstruktur und Highlights
Unter Koordination von Anke Wegner, Camilla Badstübner-Kizik, Petr Pytlík und Denis Weger erarbeiteten die Studierenden zentrale Kompetenzen: theoretisches Wissen zu Mehrsprachigkeit und Inklusion, Fallanalysen, praktische Beobachtung in Klassenzimmern sowie die Entwicklung eigener Strategien für sprachlich inklusiven Unterricht. Das Programm umfasste Expertenvortäge zur Mehrsprachigkeitsdidaktik und postmigrantischen Perspektiven, internationale Gruppenarbeit sowie Schulbesuche.
voXmi-Schulbesuche: Brückenbau zwischen Theorie und Praxis
Ein zentrales Element waren Besuche in voXmi-Schulen. Das voXmi-Bildungsnetzwerk der Pädagogischen Hochschulen Wien, Steiermark, Salzburg und Vorarlberg setzt sich für gelebte Mehrsprachigkeit ein und wurde mit dem UNESCO King Sejong Literacy Prize ausgezeichnet. Durch authentische Schulbeobachtungen erlebten Studierende evidenzbasierte Praktiken der Mehrsprachigkeitsförderung, die sie anschließend in Seminarsitzungen analysierten und reflektierten. Diese unmittelbare Verbindung von Theorie und Schulpraxis befähigte sie, eigene sprachlich inklusive Unterrichtskonzepte zu entwickeln.
Kooperation und Nachhaltigkeit
Die Partnerschaft funktionierte reibungslos mit klarer Koordination. Nach der Intensivwoche fand ein virtuelles Abschlussmeeting statt, das asynchrone Reflexion ermöglichte. Das blended-Format trägt dazu bei, das BIP als Modell für zukünftige internationale Kooperationen in der Lehrer*innenbildung zu etablieren.
