Lara Rebecca Möller, BA MA

Rassismus im Bürger_innenbewusstsein angehender Politiklehrer_innen - Interventionspotential Politischer Bildung für die Förderung des demokratischen Bewusstseins

Betreuung: Dirk Lange
Zeitraum: 2018–2021
Kontakt: lara.moeller@univie.ac.at

Das Dissertationsvorhaben erfasst die subjektiven Vorstellungen von Lehramtstudierenden des Unterrichtsfaches Geschichte, Sozialkunde und Politischer Bildung über Rassismus. Neben dem subjektiven Verständnis und Bewusstsein hinsichtlich Rassismus als kontinuierlicher gesellschaftlicher Herausforderung werden Sichtweisen über Prinzipien des Zusammenlebens und somit das Verständnis von politisch-moralischem Lernen erfasst. Damit verbunden wird erfasst wie im Sinne des gesellschaftlichen Lernens Integration und Heterogenität verstanden wird und wie gesellschaftlicher Wandel im Sinne von historisch-politischem Lernen verstanden wird. Insgesamt damit werden Perspektiven in Bezug auf die Rolle der eigenen Person als angehenden Lehrer_innen innerhalb der „politisch-gesellschaftlichen Wirklichkeit“ (Lange et.al., 2013, S. 13) im Kontext mit Rassismus als Gegenstand erfasst. Dadurch werden insgesamt Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Bürger_innenbewusstseins im Zusammenhang mit Rassismus bei den Befragten gezogen. Da es sich bei der Zielgruppe um angehende Lehrer_innen der Politischen Bildung handelt, ist ihr subjektiver Zugang zum politisch-demokratischen Bewusstsein im Zusammenhang mit Rassismus von besonderem Interesse.

Anhand einer didaktischen Rekonstruktion werden das subjektive Verständnis und die jeweiligen Zugänge zu Rassismus bei der Zielgruppe mit ausgewählten fachwissenschaftlichen Konzepten verglichen, um so mögliche Widersprüche, Leerstellen oder Parallelen zwischen den beiden Vorstellungsebenen zu erhalten. Daraus resultierend werden Empfehlungen und Implikationen formuliert, um dadurch das Verständnis hinsichtlich Rassismus für angehende Lehrer_innen der Politischen Bildung als wichtigen Vermittler_innen optimieren zu können.

Diese Empfehlungen fördern die Auseinandersetzung mit Rassismus im Kontext der modernen Migrationsgesellschaft sowie die Auseinandersetzung mit politischer Mündigkeit und demokratischem Bewusstsein bei jungen Pädagog_innen. Dadurch wird ein didaktischer Mehrwert für die Gestaltung des Lehramtstudiums angehender Politiklehrer_innen und damit verbunden für den zukünftigen Politikunterricht angestrebt. Mithilfe dieser Implikationen werden gleichzeitig inklusive Elemente Politischer Bildung vermittelt.