ERUM - Enhancing Research Understanding through Media

(Erasmus+)

Laufzeit: 01.11.2019–31.05.2022

Förderung: Erasmus+

Erasmus+ Project Results Platform: https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2019-1-AT01-KA203-051482

Das Projekt ERUM nimmt auf die Prioritäten der Europäischen Kommission Bezug. Im Zentrum steht zum einen die Notwendigkeit, Studierende in der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen für den sozialpädagogischen und persönlichen Bereich zu unterstützen. Zum anderen wird es für Hochschulen immer wichtiger, ein Bildungsangebot zu schaffen, das einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft widerspiegelt.

Das Projekt ERUM zielt darauf ab, ein relevantes transversales Bildungsangebot zum Thema "Qualität von Information zwischen Fehl- und Desinformation heute" für Studierende an Hochschulen zu entwickeln, die an der Gestaltung der Gegenwart und Zukunft der Informations- und Wissensgesellschaft beteiligt sind. Das Projekt möchte dazu beitragen, einen Wandel in der Zusammenarbeit von Hochschulen und Medien in Hinblick auf evidenzbasierte und forschungsbasierte Kommunikation herbeizuführen.

Die Kernziele des Projekts liegen in der heutigen Informationsqualität, zwischen Fehl- und Desinformation oder so genannten "Fake News":

  • Verbesserung des Bildungsangebots zum Thema Informationsqualität in der Hochschulbildung und Ausstattung der Studierenden mit transversalen Kompetenzen, die für die Ausübung demokratischen Bürger*innenschaft notwendig sind
  • Förderung der strukturierten Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Medien und Beitrag zur politischen Diskussion über die Rolle der Hochschulen und Medien in der Wissens- und Informationsgesellschaft
  • Verbesserung der Informationsqualität in Hinblick auf forschungsbasierte Kommunikation

Diese Ziele werden in vier Intellectual Outputs umgesetzt:

  • Bericht zur medialen Repräsentation kontroverser Themen
  • Leitlinien für evidenzbasierte Kommunikation zur Verringerung des Risikos irreführender wissenschaftlicher Informationen
  • Lernmaterial zur Entwicklung von Medienkompetenz und zur Vertiefung der Kenntnisse über "gefälschte Nachrichten"
  • sowie politische Empfehlungen zur Förderung einer strukturierten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Medien

Im Rahmen einer transnationalen Summer und Winter School wird die Wirkung der oben genannten Ergebnisse auf Studierende, Akademiker*innen und Medienexpert*innen verstärkt. Zusätzliche Pilots in den teilnehmenden Hochschulen, sowie die Zuverfügungstellung als Open Educational Resources werden den Impact des Projektes zusätzlich fördern.

Die spezifischen Zielgruppen, die mit den Projektaktivitäten erreicht werden sollen, sind a) Studierende im Hochschulbereich, insbesondere Postgraduierte, sowie lebenslang Lernende; b) Hochschuleinrichtungen, die sich sowohl an Lehrkräfte als auch an Forscher*innen wenden; c) Medienorganisationen, einschließlich allgemeiner und wissenschaftlicher Journalist*innen; d) politische Entscheidungsträger*innen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Projekt ERUM konzentriert sich auf Postgraduates, da diese bereits Forschungsarbeiten durchgeführt haben und mit dem Konzept der evidenzbasierten Kommunikation vertraut sind, es ist aber nicht auf diese Gruppe beschränkt.

Das Projekt zielt darauf ab, eine systemische Wirkung über die gesamten EU-Hochschulen und die Medienindustrie zu erzielen, wobei etwa 2000 Personen sowohl direkt durch die Projektergebnisse und die Pilotierung als auch indirekt erreicht werden sollen. Kurz- und mittelfristig werden Hochschulstudierende aus verschiedenen Studienrichtungen von fortschrittlichen Lernwerkzeugen und -materialien profitieren, um ihre Fähigkeiten und ihre Widerstandsfähigkeit in Bezug auf das Thema Fehl-/Desinformation zu stärken. Langfristig wird das Projekt den Aufbau einer strukturierten Zusammenarbeit zwischen Medien und Wissenschaft auf einer strukturellen, systemischen Ebene ermöglichen.

 

Projektmitarbeiter*innen der Universität Wien
  • Leitung: Univ.-Prof. Dr. Dirk Lange
  • Wissenschaftliche Projektmitarbeit: MMag.a Judith Goetz, Johanna Urban BA MA, Marco Mogiani PhD, Alessandra Santoianni MSc
  • Projektadministration: Johanna Urban BA MA, Alessandra Santoianni MSc
 
Durchführende Organisationen

Die Projektpartner trafen sich zum ersten Mal in Thessaloniki im Dezember 2019