Learning to Teach in Uncertainty

A Phenomenological Study of Teachers' Being, Doing an Becoming on the Rough Ground of Social Change

LaufzeitOktober 2017 - Februar 2019
FörderungFWF Forschungsprojekt

Diese Studie befasst sich mit Lehrerinnen und Lehrern, aber auch mit LehrerInnenbildung in Zeiten sozialer Umwälzungen. Die Studie ist vor allem daran interessiert zu beschreiben, was es für LehrerInnen bedeutet, in ihrem schulischen Alltag mit zunehmenden Ungewissheiten umzugehen, die sich aus gesamtgesellschaftlichen Bewegungen und Veränderungen ergeben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf aktuellen Herausforderungen im pädagogischen Umgang mit migrationsbedingter Vielfalt in der Schule. In der Praxis stellt sich oft die Frage, wie man als PädagogIn Verschiedenheit anerkennt, zulässt und annimmt, ohne in festgefahrene "wir"- und "euch"- Kategorien zu verfallen. Es geht um Konzepte, die neue Antworten möglich machen, und um Perspektiven, die uns ermöglichen, die unausweichliche Spannung des Umgangs mit Ungewissheit positiv und produktiv tragen zu können.

Die Studie baut auf einen reichhaltigen Fundus an im Laufe der Jahre zusammen mit Lehramtsstudierenden gesammelten Interviews mit Lehrpersonen über ihre Praxis auf. Mit einer kritischen Haltung gegenüber der Dominanz der evidenz- und kompetenzbasierten LehrerInnenbildung geht die Analyse einer zentralen Frage nach: Welche Sprache und welcher Wortschatz dient dazu, über das Lehrer-Sein, -Tun und -Werden unter den Bedingungen sozialen Wandels zu sprechen?  Es geht hier um die Begriffe und Konzepte, die wir verwenden, wenn wir über das Lehrer-Sein und das Lehrer-Werden sprechen. Worte und Begriffe können nicht alles ändern, aber sie bestimmen zu einem großen Teil, was gesagt und getan werden kann - wenn wir die Worte dafür haben - und was nicht gesagt und getan werden kann, weil wir nicht benennen können, was uns fehlt.

Das Projekt zielt ferner darauf ab, abgeleitet von den Ergebnissen der Studie, ein didaktisches Konzept für forschungsbasierte Lehrveranstaltungen im Lehramtsstudium zu skizzieren und somit einen Beitrag zur Hochschuldidaktik auch im Rahmen eines universitären Massenstudiums zu leisten.

 

Studienautorin